AGDT Arbeitsgemeinschaft diabetologische Technologiewww.diabetes-technologie.de

Aktuelles



Ganzkörperscanner auf amerikanischen Flughäfen:
eine Gefahr für Insulinpumpen und CGM-Geräte?

Eine Stellungnahme der AGDT von Dr. Andreas Thomas im Auftrage der AGDT


Blutzuckermesssysteme für die Patientenselbstmessung:
A- & B-Systeme?

Dr. med. Guido Freckmann/Prof. Dr. Lutz Heinemann
zuständig für Blutglukosemessung in der Arbeitsgemeinschaft Diabetologische Technologie der DDG


Stellungnahme der Sensorgruppe der AGDT zu einer
Produktankündigung der Firma C8 MediSensors

Diese Stellungnahme der Sensorgruppe der AGDT zu einer Produktankündigung der Firma C8 MediSensors behandelt Erfahrungen mit dem Produkt "nicht-invasive Glukosemonitoringsystem HG1c".



CGM und die Kostenübernahme durch die Kassen
Erstes Urteil wurde gefällt

Die Krankenkassen haben sich in der Vergangenheit stark gegen die Kostenübernahme für das kontinuierliche Glukosemonitoring gewehrt. Die Argumentation hierfür war, dass es sich bei der CGM um eine neue Behandlungsmethode handle, die ohne positive Bewertung durch den gemeinsamen Bundesausschuss nicht abrechnungsfähig sei. Jetzt gibt es ein erstes rechtskräftiges Urteil zur CGM-Kostenübernahme.

Der Fall

Ein 39-jähriger Mann reichte die Kostenübernahme für das CGM bei seiner Krankenkasse ein und erhielt eine Ablehnung. Auch sein Widerspruch wurde abgelehnt mit der Begründung, dass eine CGM nicht notwendig sei und es alternative Therapieformen gebe. In der nächsten Instanz zog er vor das zuständige Sozialgericht und beantragte dort die Kostenübernahme. Das Sozialgericht Detmold verurteilte in diesem Verfahren die Krankenkasse zur Kostenübernahme. Weitere Informationen zu diesem Fall erhalten Sie im Artikel, der von Subkutan-Online veröffentlicht wurde, den wir als PDF weiter unten online gestellt haben. Darüber hinaus können Sie auch das Urteil des Sozialgerichts Detmold hier einsehen.



Stellungnahme der AGDT zum Versorgungsvertrag zwischen Apothekerverband (DAV) und dem Verband der Ersatzkassen (VDEK)

Ziel dieser Vereinbarung ist es, Kosten für das "Gesundheitssystem" im Bereich der Blutglukoseselbstmessung einzusparen. Bei der vorgesehenen "zwangsweisen" Umstellung von Blutzuckermessgeräten durch den Apotheker auf günstigere Geräte wird nicht berücksichtigt, dass es relevante Unterschiede in der Leistungsfähigkeit zwischen Messgeräten gibt (z.B. bei der Genauigkeit und Handhabung). Weiterhin erfordert die adäquate Nutzung der Messgeräte, dass der Patient in der Handhabung des jeweiligen Gerätes sowie der Umsetzung der Messwerte für seine individuelle Therapie gut geschult wird.

Die AGDT hat deshalb eine Stellungnahme zu diesem Versorgungsvertrag verfasst und an diabetesDE weitergeleitet. diabetesDE wird eine gemeinsame Stellungnahme veröffentlichen. Die vollständige Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft ist für Mitglieder der AGDT auf der Homepage abrufbar.



Insulinpumpen-Funktionsstörung im Flugzeug?

Im August 2011 erschien bei Reuters folgende Nachricht:

From the flight deck: diabetics, watch your insulin.

"Changes in cabin pressure during flights may cause insulin pumps to deliver too much or too little of the medication - possibly putting sensitive diabetics at risk, researchers report"

Die Agentur bezieht sich auf einen Bericht, der in der neuen Online-Ausgabe von Diabetes Care von King et. al publiziert wurde (1).

Anlass zu den Untersuchungen der Autoren aus Newcastle, Australien, waren offenbar der Bericht eines 10-jährigen Mädchens mit Typ 1-Diabetes, dessen Blutzucker eine Stunde nach dem Flugzeugstart abfiel, wie es auch andere Insulinpumpenträger bei Flügen beobachtet hatten. Die Autoren fragten sich, ob die Benutzung von Insulinpumpen in Verkehrsflugzeugen während der Start- und der Landephase zu einer unbeabsichtigt zusätzlichen (Startphase) bzw. verminderten (Landephase) Insulingabe führen könne. King et.al. nahmen dazu eine Druckkammer, legten dort zehn Insulinpumpen mit Infusionsschlauch hinein und kontrollierten, ob die abgegebene Insulinmenge durch Drücke unterschiedlicher Größe beeinflusst wurde.

Es zeigte sich:

Bei einer Druckreduktion von 760 Torr auf 560 Torr (diese beiden Werte sind der obere und untere Grenzwert für den Kabineninnendruck bei Start und Landung) gab die Insulinpumpe 0,7 IE mehr, bei einer Druckerhöhung von 560 Torr auf 760 Torr 0,66 IE weniger ab. Dazu ist zu bemerken, dass der Kabinenluftdruck einem Höhenäquivalent von – 60 m bis + 2438 m (entspricht 8000 ft) entspricht. Nach der barometrischen Höhenformel ergeben sich daraus die genannten Druckwerte von 764 bis 560 Torr. Ähnlich wie die Druckkammerergebnisse fanden sich bei Studien im realen Flugzeug beim Start ein Mehr von 1.0 – 1.4 Insulineinheiten und beim Landen ein Rücksog von 0.58-0.87 Einheiten zurück in die Pumpe.

Weiterhin untersuchte man die Luftblasenbildung, die regelmäßig bei einer Druckminderung um 50 mm Hg entstehen, weil diese im direkten Zusammenhang mit den Druckänderungen steht (die Konzentration eines Gases ist proportional zum Partialdruck des entsprechenden Gases in der Flüssigkeit - d.h. mit Änderung der Temperatur und des Drucks ändert sich in einer Ampulle zwangsläufig die Größe einer Luftblase. Gesetz von Henry).

Mit anderen Worten: Wenn der Druck verringert wird, dann vergrößert sich die Gasblase (verdrängt damit Insulin nach außen), wird er erhöht verschwindet sie wieder (Insulin würde weniger abgegeben).

Zum Abschluss eine allgemeine Anmerkung:

Das grundsätzliche Problem solcher und ähnlicher Presse-Darstellungen ist, dass unter Laborbedingungen erzielte und in der Fachliteratur dargestellte Versuchsergebnisse von der Laienpresse aufgegriffen und mit vermeintlicher Besorgnis verbreitet werden. Das dient oft nicht (nur) der Information der Patienten, sondern führt nicht selten zu Verunsicherung oder Ängsten. Dieses Problem stellt sich natürlich in besonderem Maße rund um technische Lösungen in der Medizin – wo nicht selten Fortschritt und Sorgen punktuell aufeinandertreffen. Wenn wie in diesem Fall dann auch noch von der realen Anwendungssituation unterschiedliche Untersuchungen bzw. Versuchsbedingungen die Verunsicherung hervorrufen, ist das besonders bedenklich.

AGDT

(1) King BR et al. Changes in altitude cause unintended insulin delivery from insulin pumps: mechanisms and implications. Diabetes Care 2011 Aug 4 [Epub ahead of print]. doi: 10.2337/dc11-0139.



Sind Insulinpumpen durch Manipulationen gefährlich?
Die AGDT bezieht Stellung.

Anfang August wurde ein Artikel im Internet veröffentlicht, in dem die Insulinpumpe als tödliche Waffe dargestellt wurde. Zwei Beiräte der AGDT äußern sich zu dieser Behauptung.

Im Artikel auf der Seite www.golem.de/1108/85527.html wird beschrieben, dass der Sicherheitsexperte, Jerome Radcliffe, per Funk die Möglichkeit hat, auf die medizinischen Geräte der Diabetiker zuzugreifen und diese zu manipulieren. Der Worst-Case wird hier mit einer tödlichen Überdosis beschrieben. Das Sicherheitsrisiko liegt dabei an einer unverschlüsselten Frequenz, über die Sensor und Pumpe arbeiten.

Das Beiratsmitglied der AGDT, Dr. Andreas Thomas, äußert sich zu diesen Aussagen. Überall wo Software zum Einsatz kommt, besteht immer das Risiko der Manipulation. Eine lebensbedrohliche Gefährdung durch die Manipulation von Insulinpumpen kann er jedoch nicht nachvollziehen. „Soweit ich das von allen Produkten beurteilen kann, wird über einen bestimmten Code kommuniziert. Bei der Paradigm beispielsweise ist es eine Funkschnittstelle. Die Funkfrequenz ist gleich, aber sie wird moduliert, entsprechend eines individuellen Codes. Damit wird verhindert, dass z.B. zwei nebeneinander stehende Personen sich beeinflussen können. Es geht also nicht besonders einfach und ist für unerfahrene Leute praktisch unmöglich.“ Eine unabsichtliche Manipulation wird damit von Dr. Thomas ausgeschlossen. Eine bewusste Manipulation, kann zwar durchaus stattfinden, macht die Insulinpumpe aber nicht sofort zu einer tödlichen Waffe. Findet tatsächlich eine bewusste Manipulation statt, kann maximal eine ganze Ampulle abgegeben werden, die hat dann eine schwere Hypoglykämie zur Folge. Doch dieser ist der Patient nicht vollkommen hilflos ausgeliefert. Diabetiker werden im Umgang mit einer solchen Hypoglykämie geschult und reagieren in solchen Situationen besonnen und können sich selbst helfen. Dr. Thomas ist kein Fall bekannt, in dem ein Diabetiker durch die Abgabe einer kompletten Ampulle zu Schaden kam.

Dr. Dr. W. Quester hat zu diesem Thema ein Interview gegeben, dieses wurde auf der Webseite www.diabetes-ratgeber.net veröffentlicht und kann im untenstehenden PDF nachgelesen werden.



Sensorunterstützte Insulinpumpe - von den Medien behandelt

Im Vorfeld des diesjährigen DDG-Kongress in Leipzig wurden zwei Berichte über die sensorunterstützen Insulinpumpen (SuP) im Fernsehen ausgestrahlt. Über die untenstehenden Links können die Beiträge online abgerufen werden.

Es ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung, dass die Medien über die sensorunterstützen Insulinpumpen berichtet haben. Durch solche Beiträge wird die zukunftsorientierte Arbeit der AGDT unterstützt. Die Medienberichte tragen dazu bei, wichtige Entwicklungen im Bereich diabetologische Technologie in der Öffentlichkeit bekannter zu machen und die Vorteile dieser Neuerungen herauszustellen. Diese Beiträge bestätigen die Orientierung der AGDT.

Beitrag 1

Im Bayrischen Fernsehen war am 02. Juni ein kurzer Beitrag zu sehen, in dem eine Mutter erzählt, wie die SuP ihr Leben erleichtert und ihr Kind vor schweren Hypos durch die automatische Hypoabschaltung schützen kann.

Beitrag 2

Der zweite Beitrag wurde im ZDF-Morgenmagazin am 01. Juni ausgestrahlt. Auch hier wurde über ein Kleinkind berichtet, das an Diabetes erkrankt ist und dessen Leben mit Hilfe einer sensorunterstützen Insulinpumpe erleichtert wird.



Kalibrierung von Blutzucker-Teststreifen auf Plasma/Vollblut

Detaillierte Informationen zur Kalibrierung von Blutzucker-Teststreifen auf Plasma/Vollblut finden Sie auf unsere Seite:

und auf der

Da die Informationen der Hersteller von Teststreifen zur verwendeten Kalibrierung vielfach nicht eindeutig sind, sondern z.T. irreführenden Bezügen zur "Labormethode" gemacht werden, wird angeregt, diese Situation rasch zu ändern.

Fragen zu diesem Thema können in unseren Forum gestellt werden.



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