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Unbenommen erfreulicher "Fortschritte" sind Schwachstellen (noch immer) unübersehbar:

In nicht wenigen Fällen persistiert trotz Pumpentherapie eine suboptionale, manchmal auch katastrophale Stoffwechsel-Kontrolle:

Handelt es sich dabei um

  • Grenzen der Kompromisslösung einer subkutanen kontinuierlichen Infusion (CSII) mit der unphysiologischen Substitution des Hormons,
  • um ein nur ungenügendes Feintuning der Insulindosen
  • oder z.B. einen Mangel an innerer Motivation bzw. Therapieadhärenz?

Sind die technischen Möglichkeiten ausgereizt? Was bringen verbesserte Dosieralgorithmen oder stabile Rückkopplungssysteme?

Mit der Bereitstellung neuer Basisinsuline ist die Frage der Abgrenzung einer CSII zu einer damit optimierten ICT mit täglichen Mehrfachinjektionen (MDI) gestellt (und z.T. beantwortet s.o.). Kommen da Alternativen, brauchen wir Kriterien zur differentiellen Therapieentscheidung?

Studien zum Diabetes-outcome - hinsichtlich Überleben oder klinisch manifester Komplikationen bleiben im Forderungskatalog. Weniger Krankenhausaufenthalte und Notfallaufnahmen unter CSII im Vergleich mit ICT-MDI sind bereits gezeigt worden (Cersosimo E et al. 2002).

Zu klären bleibt die Frage: Existiert ein eigenes Problem Gewichtszunahme unter CSII oder entspricht sie (nur) dem bei einer normnahen Stoffwechselführung geläufigen (Raile K et al. 2002).

Der Qualitäts-Sicherungs-Prozess muss bei der zunehmenden Verbreitung der Pumpentherapie kontinuierlich optimiert werden - ohne wirklichkeitsfremd zu werden.

Gefährdet die Faszination von high-tech-Lösungen - eingefordert vom Patienten/Therapeuten oder von Herstellern präsentiert - mit ständigen "Innovationen" Behandlungserfolg oder -akzeptanz?

Die Frage nach Begründung und ggf. Ausformung einer Insulinpumpentherapie auch bei Patienten mit einem T2-Diabetes steht auch 2005 weiter auf der Tagesordnung.

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